Mittwoch, 28. Dezember 2005

Silvesterschnorrer

Ich bin ein Silvesterschnorrer. Denn außer einem “Vorglühplan” (Wok-Essen und Feuerzangenbowle machen) habe ich keine Ahnung, wie ich den Silvesterabend verbringen werde. Momentan sind wir hier zu viert (Katha, Calin, Markus & moi) und wollten eigentlich noch auf eine kleine, nette und gemütliche Party, um ein wenig abzufeiern. Die Weltbühne ist ausverkauft, ins Echochamber kommt man nur noch mit Vorverkauf und der Grüne Jäger wird – fürchte ich – höllevoll (wenn wir noch reinkommen).

Deshalb bin ich zum Silversterschnorrer geworden. Immerhin liefert die Frage “Und, was machst Du Silvester?” einen guten Grund, mal wieder ein paar Menschen anzurufen. Anyone? Ideen?

Mittwoch, 28. Dezember 2005

3:56 Uhr

3:56 Uhr, das war die Uhrzeit als die heutige Nacht zu Ende war. In studentischen Zeiten wär’s mir egal gewesen, dass der Nachbar von oben (Spanier) mit seinen Kumpels laut polternd nach Hause gekommen wäre. Es wäre mir egal gewesen, dass die (gefühlten) drei anfingen, spanische Lieder lauthals grölend auf der Gitarre anstimmen. Es wäre mir egal gewesen, dass sie irgendwann dazu übergingen, “rythmisch” mit den Händen auf den Fußboden zu klopfen und es wäre mir noch viel egaler gewesen, dass sie um 7:00 Uhr immer noch “Musik” machten.

Aber nicht, wenn um 6:30 Uhr Mein Wecker geht. Das nächste Mal komme ich hoch. Versprochen.

Montag, 19. Dezember 2005

Der wichtige Punkt in Bremen

1:1 gegen Bremen. Einen (wichtigen) Punkt hat der HSV beim Nordderby gestern geholt. Dass das von den aus Hamburg angereisten Schlachtenbummlern gefeiert werden muss, versteht sich von selbst. Und dass die Party im Zug weitergeht, ist logo, denn da ist es immerhin warm.

Was aber gestern im IC1900 von Bremen nach Hamburg abging, war unter aller Sau. Die – nach eigenen Worten – “größten Asis der Stadt” stürmten den Zug, rauchten in den Nichtraucherabteilen, kippten Bier über die Sitze und verteilten die – zugegeben ziemlich inhaltslose “Mobil” – als Konfetti in den Wagen.

Als die allerdings anfingen, die mitreisenden Fahrgäste als “Fotzen” zu beschimpfen, war das auch mir zu viel. Der Typ neben mir sah noch relativ geistreich aus, was ich vor allem an seiner Cola festmachte. Der Rest hatte Haake-Beck in den Händen. Auf das Gepöbel angespriochen war sein Argument: “Ey, der HSV ist der größte Privatkunde der Bahn. Ohne uns wären die längt pleite.”. Na dann Prost.

Samstag, 17. Dezember 2005

Sternstunden der Bahn

Vorweg: Ich bin schuld, ich hätte früher losfahren können und mich nicht von meinem eigentlich unerschütterlichen Glauben abbringen lassen sollen, dass die Bahn gut ist. Und pünktlich. Meistens jedenfalls.

Doch da stand ich nun an dem verregneten und stürmischen Freitagnachmittag in Hamburg an der Bushaltestelle und wartete auf den 5er. Es war schon kurz vor knapp, aber da dieses Wunderwerk von Buslinie alle zwei Minuten fährt, wäre ich in 6 Minuten am Dammtor und dann – zack – in die Bahn nach Münster. Leider passierte 20 Minuten lang gar nichts.

Die Busse (drei), die dann direkt hintereinander kamen, waren gerappelt voll und kamen nach schier endlos langer Fahrt am Dammtorbahnhof an. Dort bin ich über die fünfspurige Straße zu den Fernbahngleisen gesprintet, um noch die Rücklichter meines Zuges zu sehen. Schon mal doof möchte ich sagen, wäre der nächste Halt nicht der Hauptbahnhof gewesen und da fuhr die S-Bahn in zwei Minuten hin. Da ist es immer voll, die Leute unheimlich langsam beim einsteigen und der Zug auch regelmäßig 10 Minuten zu spät. Nur an diesem einen Freitag nicht. Ich übrigens auch nicht, doch es nützte nichts, um 16.46 Uhr dampfte das Teil aus der Halle und ich durfte nochmal anfassen (aber nicht einsteigen).

Das war sie, die Sternstunde der Bahn: Der Zug nach Münster auf die Minute pünktlich ab Hamburg. Das eine verdammte Mal, wenn man sich 2 Minuten Verspätung wünscht.

Damit war die Sternstunde allerdings auch schon wieder zu Ende. Nach 40 Minuten im Reisezentrum hatte ich meine Reservierung für den Zug um 17:46 Uhr, doch welcher Wagen fehlte. Die Nummer 9, mein Wagen. Als ich um 20:03 Uhr in Münster eindampfte, wartete Katha schon und wir sind zum (letzten!) Bus nach L.A. gesprintet, um das Teil durch die Bahnhofstüren abfahren zu sehen – 4 Minuten zu früh! Naja, es kam dann doch noch einer und alles war gut.

Donnerstag, 15. Dezember 2005

Namenstag

Was ich gerade erfahren: Ich habe am 23. Februar Namenstag! Was mir dieses Wissen jetzt bringt, kann ich noch nicht ergründen, aber in NRW wird der Namenstag so pseudo gefeiert … komische Katholiken …