Sonntag, 25. Oktober 2009

Japan 2009: Tokyo

Wieder zu Hause. Die 18 Stunden Tortour der Rückreise gestern sind nicht der Rede wert. Vorher hatten wir aber noch zwei wundervolle Tage in Tokyo. Donnerstag sind wir scheißfrüh aufgestanden und haben uns morgens den Tsukiji-Fischmarkt angeschaut. Und mit früh meine ich früh. Um 4:30 Uhr hat der Wecker geklingelt und um kurz nach 5 sind wir aus der Tür gegangen … und sind just-in-time für die letzte Tunfischauktion angekommen.

Tunfisch (groß) wird versteigert ...Tunfisch (groß) wird versteigert …
Tunfisch (groß) wird versteigert …

Nach der letzten Auktion sind wir noch über den Fischmarkt gelaufen und haben beim Zerlegen der Fische zugeschaut und nach exotischem Meerestier gesucht (und gefunden). Der “Verschnitt” der Tunfische wird direkt als Sashimi zum Verkauf angeboten und wir konnten einfach nicht nein sagen. Das war lecker.

... und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!… und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!
… und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!

Bis dato hatten wir uns in Sachen Sushi zurückgehalten und dafür alle anderen Enden der unglaublich vielfältigen japanischen Küche ausgetestet. Auf einem Fischmarkt (und mit knurrendem Magen) konnten wir dann zu Sushi nicht mehr nein sagen. Und schon wieder lecker … echt gutes Frühstück!

Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)
Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)

Der Rest des Tages war eher angstrengend (Shopping!), den nächsten Tag wollten wir mal eine japanisch-kranke Achterbahnidee testen. Neben dem Tokyo Dome ist auf einem Einkaufszentrum eine Achterbahn installiert, die durch das Haus und durch ein Riesenrad hindurchging. Absolut steile Fahrt und den Tagespass haben wir locker wieder rausgefahren.

Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)
Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)

Gegen abend füllte sich der Platz um den Tokyo Dome zusehends, überall gab es Schlangen (japanisch geordnet). Es stellte sich nach ein wenig nachfragen und viel Zeichensprache heraus, dass es an dem Abend ein Play-Off-Spiel gab und so haben wir uns kurzerhand zwei Stehkarten gekauft und haben uns das Baseballspiel angesehen. Zum Glück konnte ich aus meinem USA-Urlaub die Regeln noch zusammenkratzen und uns mit vereinten Kräften das Gerenne (und vor allem das Gestehe) auf dem Feld zu erklären. Besonders toll war, dass wir noch vor Anfang des Spiels zwei Sitzkarten geschenkt bekommen haben!

Bais-BallBais-Ball
Bais-Ball

Und gestern gings nach Hause. Der Flieger war voll von einer französischen Reisegruppe, immer am Rumlaufen, Wein- und Cognac trinken und sich schön laut unterhaltend. An Schlaf war nicht zu denken (und das entschuldigt dann das Nachher-Foto).

London-HeathrowLondon-Heathrow
London-Heathrow

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Japan 2009: Kyoto & Tokyo

Inzwischen hat uns der Shinkansen in Tokyo ausgespuckt. Die letzten Tage in Kyoto haben wir es nicht mehr in der Stadt ausgehalten. Einen Tag sind wir zur Definition einer japanischen Burg nach Himeji gefahren. Leider war es dort nicht minder leer, aber waehrend man langsam durch die Burg geschoben wird, hat man genug Zeit sich auch die kleinste Ecke genau anzuschauen.

HimejiHimeji
Himeji

Am letzten Tag sind wir an den Ballermann Japans gefahren. Wir brauchten Strand. Das schoene (und gleichzeitig nervige) an Japan und Japanern ist, dass sie alles exakt nach den Regeln machen. Eine Regel sagt, dass man nur von Ende Juni bis Ende August baden kann. Der Ballermann und der weisse Sandstrand war menschenleer. Wir waren schoen baden und haben dann am Onsen am Strand mit Blick aufs Meer gebadet.

Menschenleerer Strand im Ballermann Japans: ShirahamaMenschenleerer Strand im Ballermann Japans: Shirahama
Menschenleerer Strand im Ballermann Japans: Shirahama

Der Shinkansen hat uns wie gewohnt superschnell auf die Minute nach Tokyo gebracht. Fuer heute stand Schuhe-shoppen auf dem Programm und so ging es auf nach Shibuya. Alter Schwede. So malerisch Shibuya-Crossing in “Lost in Translation” auch aussieht, in Echt ist die Kreuzung angsteinfloessend. Auf beiden Seiten der Strasse sammeln sich in der Rotphase schier unendliche Menschenmassen, um bei Gruen wie zwei Heere im Mittelalter aufeinander loszurennen. Nur das mit den Schwertern wird zum Glueck weggelassen.

Tokyo: Shinjuku bei NachtTokyo: Shinjuku bei Nacht
Tokyo: Shinjuku bei Nacht

Jetzt haben wir noch zwei Tage in Tokyo. Morgen klingelt um 4:30 Uhr der Wecker, wir gehen auf den Fischmarkt. Freitag muessen wir noch einmal umziehen (*grrrr*) und gehen noch ein wenig Achterbahn fahren. Samstag erwarten uns dann -2 Grad Celsius.

P.S.: Leider gibt es diesmal keine Bilder, weil der Computer, auf dem ich das hier schreibe, aus der Zeit vor der USB-Anschluesse stammt. Update: Photos habe ich nachgetragen.

Montag, 19. Oktober 2009

Japan 2009: Kyoto & Kansai

Nach zwei Tagen Kyoto ist uns sehr deutlich geworden, wie entspannt, still und einsam es doch im Sueden von Kyushu zugeht. Kyoto ist voller Touristen (viele Langnasen und darunter ein paar Deutsche).

Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?
Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?

Abgestiegen sind wir am Bahnhof. Auf den ersten Blick war die Gegend absolut tot, nichts wo man abends noch etwas Essen oder trinken gehen koennte. Auf den zweiten Blick aber haben wir in den Nebenstrassen wundervolle (und guenstige) kleine Restaurants entdeckt. In grellem Neonlicht unter kettenrauchenden Japanern gab es jeden Abend in einer neuen Absteige Fisch, frittiertes Allerlei oder Okonomyaki.
Am ersten Tag wollten wir uns noch nicht in den Tempelwahnsinn stuerzen und haben auf einer ausgedehnten Shoppingtour wundervolle Kuechenmesser erstanden. Absolut toll ist, dass unsere Namen in Katakana eingraviert sind.

Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)
Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)

Gestern haben wir uns dann doch in die Massen gestuerzt und sind durch Gion gelaufen. Wirklich geniessen konnte man keinen der Tempel. Das letzte Highlight war der Ryouan-Steingarten (hat jeder Mac-Besitzer in seiner Hintergrundbild-Bibliothek) und zumindest ich war total begeistert.

Wir vor meinem Bildschirmhintergrund ... aehh ... Steingarten in KyotoWir vor meinem Bildschirmhintergrund … aehh … Steingarten in Kyoto
Wir vor meinem Bildschirmhintergrund … aehh … Steingarten in Kyoto

Wir haben uns davon verabschiedet, auch nur annaehernd die meisten wichtigen Tempel in Kyoto anzuschauen, es sind so unglaublich viele. Deshalb fahren wir heute mit dem Shinkansen nach Himeji und morgen machen wir noch einen Strandtag in Shimabara.
Eine total clevere Story fuer die letzten Tage Tokyo habe ich auch noch: Wir sind drei Naechte in Tokyo, haben das bei der Hotelbuchung aber irgendwie verpeilt und nur zwei Naechte gebucht … immerhin ist es uns jetzt schon aufgefallen (unser Hotel ist fuer die dritte Nacht natuerlich voll)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Japan 2009: Fukuoka – Kurokawa – Kagoshima – Yakushima – Beppu

Hui, irgendwie gab es jetzt ganz schoen lange kein Internet mehr – kaum vorstellbar in einem unglaublich technisierten und “always online” Land wie Japan. Aber mit dem Internet ist es wie mit den Klo- und Hausschuhen: sie sind nur fuer Japaner da. Ohne UMTS-Handy und einen Batzen Geld fuer die Datenflatrate ist man hier nix.

Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.
Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.

In den letzten Tagen haben wir den Rest von Kyushu unsicher gemacht. In Kurokawa haben wir den verschiedenen Onsen gefroehnt, in Kagoshima ist eigentlich nix – aber man kann von da schoen zum Sakurajima-Vulkan fahren – da gibt es einen wunderschoenen Onsen direkt am Meer.

YakushimaYakushima
Yakushima

Yakushima ist eine Insel knapp 100km vor der Kueste. Dort hatten wir ein Auto (die Japaner fahren wie die Bekloppten) und haben alte Baeume und (Ueberraschung) Onsen angeschaut.

Rotemburo in YakushimaRotemburo in Yakushima
Rotemburo in Yakushima

Nach einer unendlichen Ochsentour sind wir gestern in Beppu angekommen, dem Onsen-Las-Vegas Japans. Die Strassen sind gesaeumt von Onsen-Baedern und Slot- und Pachinkohoellen. Merkwuerdig. Der Lonely Planet meint dazu: Beppu verstehen ist wie Japan verstehen: funktioniert nicht.

"Red Hell" in Beppu. Verglichen mit der Wirklichkeit ein tolles Foto"Red Hell" in Beppu. Verglichen mit der Wirklichkeit ein tolles Foto
"Red Hell" in Beppu. Verglichen mit der Wirklichkeit ein tolles Foto

Dienstag, 06. Oktober 2009

Japan 2009: Tokyo – Fukuoka

Nach einem doch hektischem Start in Deutschland (wer kam eigentlich auf die praktische Idee, noch schnell eine neue Kamera zu kaufen und dass wir das Auto nochmal “eben schnel” durch den TUEV bringen koennten?) sind wir nach einem schier endlosem Flug von London (11′25) in Narita gelandet.

Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!
Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!

Zu unser beider Erstaunen hat bisher alles absolut reibungslos funktioniert. Railpass holen, U-Bahn- und Shinkansenfahren sind war absolut problemlos, bisher ist alles exzellent ausgeschildert (auch auf Romaji). Was ganz gehoerig nervt sind diese Multifunktionstastaturen mit gefuehlten 300 Tastenkombinationen fuer japanische und koreanische Schriftzeichen. An sich ganz OK, wenn die Space-Taste dadurch nicht auf die Groesse der V-Taste schrumpfen wuerde …

Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)
Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)

Nach einer kurzen Nacht in Tokyo in einem kleinen aber feinen Ryokan (japanische Herberge) sind wir mit dem Shinkansen nach Fukuoka gefahren. Von Husten und Halsschmerzen gepeinigt (kommt im Land der Leute unheimlich gut an, die am liebsten mit Mundschutz Bahn fahren) machen wir uns ein paar entspannte Tage. Den ersten Tag haben wir die japanischen Gaerten und die alte Burgruine begutachtet und uns auf der Suche nach Strand im hinterletzten Vorort hoffnungslos verlaufen.

Fukuoka isst Ramen.Fukuoka isst Ramen.
Fukuoka isst Ramen.

Den zweiten Tag in Fukuoka sind wir auf eine kleine Insel direkt vor der Kueste gefahren. Eigentlich hatten wir uns ein wenig Strand erhofft, aber so Richtig Strandwetter war irgendwie nicht. Am Hafen stand ein Bus in Richtung “Island Park”. Das klang interessant und Busfahren wollten wir sowieso. Herausgekommen sind wir an einem total netten japanischen Blumengarten mit kleinen alten Haeusern und toller Aussicht ueber Fukuoka.

Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!
Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!

Das Highlight war dann der 9-Loch “Neko-Neko-Ball” Kurs, ein Spiel zwischen Minigolf und Golf, nur mit Crocketschlaegern. Klingt spannend – war es auch! Morgen fahren wir weiter in das Kurokawa Spa-Town.

Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.
Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.

P.S.: Und ja’ Es gibt ueberall eigene Kloschuhe! Katha hat gut getan, sich vor dem Urlaub Schuhe mit Klettverschluss zu kaufen!