Sonntag, 25. Oktober 2009

Flitterwochen in Japan

Drei großartige, abenteurige und interessante Wochen in Japan liegen hinter uns. Wir haben uns durch die unbekannten Inhalte opulenter Kaiseki-Dinner getestet, Spülmittelgemüse und Milchbrause entdeckt, uns durch die 20 Farben von Reisbällen gegessen, Schaffnertanz vor Abfahrt der Shinkansen bewundert, gelernt, dass Züge doch pünktlich kommen können (und zwar auf die Sekunde), alle Varianten von Okonomyaki probiert, gelernt, dass Onsen sehr entspannend ist, dass Japaner supergerne mit einem reden (auf Japanisch), dass man dann doch immer etwas erzählen kann, vor allem aber, dass Japan das bis jetzt beste Reiseland ist (aller Befürchtungen zum Trotz).

Rotemburo in YakushimaRotemburo in Yakushima
Rotemburo in Yakushima

Da wir im Oktober durch Japan getourt sind, haben wir uns auf Kyushu (die südlichste Hauptinsel) konzentriert. Um Tokyo und Kyoto kamen wir natürlich nicht umhin, für uns aber waren die Highlights das verschlafene Kurokawa Onsen mit seinen malerischen Ryokans und herrlichen Onsen und Yakushima mit seinem Regenwald, Strand und Natur-Onsen direkt am Meer.

Rotemburo-Onsen am SakurajimaRotemburo-Onsen am Sakurajima
Rotemburo-Onsen am Sakurajima

Die Liveblogs unserer Tour noch einmal zum Nachlesen. Die Fotos gibt es wie immer bei Picasa.

  1. Von Tokyo nach Fukuoka
  2. Kagoshima, Yakushima & Beppu
  3. Kyoto
  4. Kansai & Tokyo
  5. Tokyo
Auffallen? Ich?Auffallen? Ich?
Auffallen? Ich?

Sonntag, 25. Oktober 2009

Japan 2009: Tokyo

Wieder zu Hause. Die 18 Stunden Tortour der Rückreise gestern sind nicht der Rede wert. Vorher hatten wir aber noch zwei wundervolle Tage in Tokyo. Donnerstag sind wir scheißfrüh aufgestanden und haben uns morgens den Tsukiji-Fischmarkt angeschaut. Und mit früh meine ich früh. Um 4:30 Uhr hat der Wecker geklingelt und um kurz nach 5 sind wir aus der Tür gegangen … und sind just-in-time für die letzte Tunfischauktion angekommen.

Tunfisch (groß) wird versteigert ...Tunfisch (groß) wird versteigert …
Tunfisch (groß) wird versteigert …

Nach der letzten Auktion sind wir noch über den Fischmarkt gelaufen und haben beim Zerlegen der Fische zugeschaut und nach exotischem Meerestier gesucht (und gefunden). Der “Verschnitt” der Tunfische wird direkt als Sashimi zum Verkauf angeboten und wir konnten einfach nicht nein sagen. Das war lecker.

... und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!… und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!
… und dann als Sashimi gegessen. Frischer und leckerer geht nicht!

Bis dato hatten wir uns in Sachen Sushi zurückgehalten und dafür alle anderen Enden der unglaublich vielfältigen japanischen Küche ausgetestet. Auf einem Fischmarkt (und mit knurrendem Magen) konnten wir dann zu Sushi nicht mehr nein sagen. Und schon wieder lecker … echt gutes Frühstück!

Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)
Unser erstes Sushi am vorletzen Morgen (7:30 Uhr)

Der Rest des Tages war eher angstrengend (Shopping!), den nächsten Tag wollten wir mal eine japanisch-kranke Achterbahnidee testen. Neben dem Tokyo Dome ist auf einem Einkaufszentrum eine Achterbahn installiert, die durch das Haus und durch ein Riesenrad hindurchging. Absolut steile Fahrt und den Tagespass haben wir locker wieder rausgefahren.

Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)
Achterbahn auf Einkaufszentrum (und ja wir sind dreimal mitgefahren)

Gegen abend füllte sich der Platz um den Tokyo Dome zusehends, überall gab es Schlangen (japanisch geordnet). Es stellte sich nach ein wenig nachfragen und viel Zeichensprache heraus, dass es an dem Abend ein Play-Off-Spiel gab und so haben wir uns kurzerhand zwei Stehkarten gekauft und haben uns das Baseballspiel angesehen. Zum Glück konnte ich aus meinem USA-Urlaub die Regeln noch zusammenkratzen und uns mit vereinten Kräften das Gerenne (und vor allem das Gestehe) auf dem Feld zu erklären. Besonders toll war, dass wir noch vor Anfang des Spiels zwei Sitzkarten geschenkt bekommen haben!

Bais-BallBais-Ball
Bais-Ball

Und gestern gings nach Hause. Der Flieger war voll von einer französischen Reisegruppe, immer am Rumlaufen, Wein- und Cognac trinken und sich schön laut unterhaltend. An Schlaf war nicht zu denken (und das entschuldigt dann das Nachher-Foto).

London-HeathrowLondon-Heathrow
London-Heathrow

Montag, 19. Oktober 2009

Japan 2009: Kyoto & Kansai

Nach zwei Tagen Kyoto ist uns sehr deutlich geworden, wie entspannt, still und einsam es doch im Sueden von Kyushu zugeht. Kyoto ist voller Touristen (viele Langnasen und darunter ein paar Deutsche).

Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?
Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?

Abgestiegen sind wir am Bahnhof. Auf den ersten Blick war die Gegend absolut tot, nichts wo man abends noch etwas Essen oder trinken gehen koennte. Auf den zweiten Blick aber haben wir in den Nebenstrassen wundervolle (und guenstige) kleine Restaurants entdeckt. In grellem Neonlicht unter kettenrauchenden Japanern gab es jeden Abend in einer neuen Absteige Fisch, frittiertes Allerlei oder Okonomyaki.
Am ersten Tag wollten wir uns noch nicht in den Tempelwahnsinn stuerzen und haben auf einer ausgedehnten Shoppingtour wundervolle Kuechenmesser erstanden. Absolut toll ist, dass unsere Namen in Katakana eingraviert sind.

Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)
Unsere neuen Messer werden graviert (in Katakana)

Gestern haben wir uns dann doch in die Massen gestuerzt und sind durch Gion gelaufen. Wirklich geniessen konnte man keinen der Tempel. Das letzte Highlight war der Ryouan-Steingarten (hat jeder Mac-Besitzer in seiner Hintergrundbild-Bibliothek) und zumindest ich war total begeistert.

Wir vor meinem Bildschirmhintergrund ... aehh ... Steingarten in KyotoWir vor meinem Bildschirmhintergrund … aehh … Steingarten in Kyoto
Wir vor meinem Bildschirmhintergrund … aehh … Steingarten in Kyoto

Wir haben uns davon verabschiedet, auch nur annaehernd die meisten wichtigen Tempel in Kyoto anzuschauen, es sind so unglaublich viele. Deshalb fahren wir heute mit dem Shinkansen nach Himeji und morgen machen wir noch einen Strandtag in Shimabara.
Eine total clevere Story fuer die letzten Tage Tokyo habe ich auch noch: Wir sind drei Naechte in Tokyo, haben das bei der Hotelbuchung aber irgendwie verpeilt und nur zwei Naechte gebucht … immerhin ist es uns jetzt schon aufgefallen (unser Hotel ist fuer die dritte Nacht natuerlich voll)

Dienstag, 06. Oktober 2009

Japan 2009: Tokyo – Fukuoka

Nach einem doch hektischem Start in Deutschland (wer kam eigentlich auf die praktische Idee, noch schnell eine neue Kamera zu kaufen und dass wir das Auto nochmal “eben schnel” durch den TUEV bringen koennten?) sind wir nach einem schier endlosem Flug von London (11′25) in Narita gelandet.

Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!
Ja, auch inJapan gibt es Mc Donald`s. Genauso wie zu Hause gilt: Finger weg von den Aktionsburgern!

Zu unser beider Erstaunen hat bisher alles absolut reibungslos funktioniert. Railpass holen, U-Bahn- und Shinkansenfahren sind war absolut problemlos, bisher ist alles exzellent ausgeschildert (auch auf Romaji). Was ganz gehoerig nervt sind diese Multifunktionstastaturen mit gefuehlten 300 Tastenkombinationen fuer japanische und koreanische Schriftzeichen. An sich ganz OK, wenn die Space-Taste dadurch nicht auf die Groesse der V-Taste schrumpfen wuerde …

Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)
Unser Shinkansen von Osaka nach Hakata (Fukuoka)

Nach einer kurzen Nacht in Tokyo in einem kleinen aber feinen Ryokan (japanische Herberge) sind wir mit dem Shinkansen nach Fukuoka gefahren. Von Husten und Halsschmerzen gepeinigt (kommt im Land der Leute unheimlich gut an, die am liebsten mit Mundschutz Bahn fahren) machen wir uns ein paar entspannte Tage. Den ersten Tag haben wir die japanischen Gaerten und die alte Burgruine begutachtet und uns auf der Suche nach Strand im hinterletzten Vorort hoffnungslos verlaufen.

Fukuoka isst Ramen.Fukuoka isst Ramen.
Fukuoka isst Ramen.

Den zweiten Tag in Fukuoka sind wir auf eine kleine Insel direkt vor der Kueste gefahren. Eigentlich hatten wir uns ein wenig Strand erhofft, aber so Richtig Strandwetter war irgendwie nicht. Am Hafen stand ein Bus in Richtung “Island Park”. Das klang interessant und Busfahren wollten wir sowieso. Herausgekommen sind wir an einem total netten japanischen Blumengarten mit kleinen alten Haeusern und toller Aussicht ueber Fukuoka.

Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!
Neko-Neko-Ball. Ein Kracher!

Das Highlight war dann der 9-Loch “Neko-Neko-Ball” Kurs, ein Spiel zwischen Minigolf und Golf, nur mit Crocketschlaegern. Klingt spannend – war es auch! Morgen fahren wir weiter in das Kurokawa Spa-Town.

Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.
Klolatschen sind wie Internet: Fuer Japaner.

P.S.: Und ja’ Es gibt ueberall eigene Kloschuhe! Katha hat gut getan, sich vor dem Urlaub Schuhe mit Klettverschluss zu kaufen!