Nach zwei Tagen Kyoto ist uns sehr deutlich geworden, wie entspannt, still und einsam es doch im Sueden von Kyushu zugeht. Kyoto ist voller Touristen (viele Langnasen und darunter ein paar Deutsche).
Nein, keine Geishas, Maikos: Sie tragen als Frisur noch den "gespaltenen Pfirsich". Was? Du hast "Die Geisha" nicht gelesen?
Abgestiegen sind wir am Bahnhof. Auf den ersten Blick war die Gegend absolut tot, nichts wo man abends noch etwas Essen oder trinken gehen koennte. Auf den zweiten Blick aber haben wir in den Nebenstrassen wundervolle (und guenstige) kleine Restaurants entdeckt. In grellem Neonlicht unter kettenrauchenden Japanern gab es jeden Abend in einer neuen Absteige Fisch, frittiertes Allerlei oder Okonomyaki.
Am ersten Tag wollten wir uns noch nicht in den Tempelwahnsinn stuerzen und haben auf einer ausgedehnten Shoppingtour wundervolle Kuechenmesser erstanden. Absolut toll ist, dass unsere Namen in Katakana eingraviert sind.
Gestern haben wir uns dann doch in die Massen gestuerzt und sind durch Gion gelaufen. Wirklich geniessen konnte man keinen der Tempel. Das letzte Highlight war der Ryouan-Steingarten (hat jeder Mac-Besitzer in seiner Hintergrundbild-Bibliothek) und zumindest ich war total begeistert.
Wir haben uns davon verabschiedet, auch nur annaehernd die meisten wichtigen Tempel in Kyoto anzuschauen, es sind so unglaublich viele. Deshalb fahren wir heute mit dem Shinkansen nach Himeji und morgen machen wir noch einen Strandtag in Shimabara.
Eine total clevere Story fuer die letzten Tage Tokyo habe ich auch noch: Wir sind drei Naechte in Tokyo, haben das bei der Hotelbuchung aber irgendwie verpeilt und nur zwei Naechte gebucht … immerhin ist es uns jetzt schon aufgefallen (unser Hotel ist fuer die dritte Nacht natuerlich voll)

