Der Kampf war hart, aber im Januar 2006 war er dann endgültig ausgefochten. Ich habe meine Diplomarbeit abgegeben. Hier die ganze Leidensgeschichte zum Nachlesen ;-)

Samstag, 22. April 2006

Tut das Fass auf!

Scheiße, ich glaub’s gar nicht. Es sieht so aus, als könnte ich noch diesen Monat mein Studium abschließen. Das lag gerade in meinem Mailpostfach:

Frau Rüdelüt von den Geowissenschaften hat nach einem Telefongespraech zugestimmt, Ihnen Ihre bisher erbrachten Leistungen zu bestaetigen. Sie muessten diese Bescheinigung dann ab Ende kommender Woche dort abholen und bei Frau Tüdelüt vorlegen …

Ich glaub’s aber erst wenn ich’s sehe …

Dienstag, 28. März 2006

*hoffnung*

Ich habe heute morgen eine Runde durch den Fachbereich Informatik gedreht und versucht, Licht in die dunkle Geographie zu bringen. So viel sei gesagt: Ich habe einen Ansprechpartner, mein verlorengeglaubtes Studienbuch wiedergefunden und einen letzten Schein eingesammelt.

Wenn es jetzt noch schneit wird alles gut!

Montag, 27. März 2006

Du bist Deutschland

Du, der in einer festgefahrenen Bürokratie verharrt, Du, der in seinem abstrakten Machtapparat die auf ihn gefallene Macht krampfhaft festhält, Du, der damit die sich Hilfe und Unterstützung suchend an Dich wendenden unter dem Deckmantel der Bürokratie zurückweist und als nichtig betrachtest, Du, genau Du, Du bist Deutschland.

Freitag, 24. März 2006

Alles hat ein Ende, nur die Uni hat zwei (oder drei)

Mein Gott war ich einfach. Ätzend! Da hatte ich doch echt geglaubt, noch im WS 2005 / 2006 mit einem Diplom der Uni Hamburg mit einem “Auf nicht so baldiges Wiedersehen” den Rücken drehen zu können.

Doch nix da. Nach bestandener Nebenfachprüfung ging das Gehacke erst richtig los. Erst hatte ich alle Kurse gemacht, dann fehlten zwei. Dem war nicht so, wurde korrigiert, alles war gut. Dann fehlten vor vier Wochen wieder Kurse, dann waren sie doch da und gerade kam eine Mail, dass “KS I” fehlt.

Von der Frage “Was zum Henker ist KS I?” mal abgesehen beruht der ganze Hickhack darauf, dass Geographie und Informatik die Anzahl und Verteilung der Kurse, die zur Erlangung eines Ergänzungsfachdiploms benötigt werden, äußerst unterschiedlich auslegen. Und der der unter die Räder kommt bin ich.

Nächste Episode der Vorstellung ist am Montag, 9:00 Uhr Geomatikum Hamburg. Freude.

Mittwoch, 09. November 2005

Odysseus 31

Ein Rechneracount für die Geographie sollte es werden, doch es wurde ein Marsch durch die Institutionen der Uni Hamburg, der sich über drei Tage hinzog. Doch fangen wir von vorne an.

Im WS 02/03 hatte ich einen Kartographiekurs belegt. Die Abschlussarbeit, eine Karte, hatte ich – meines Wissens – abnehmen lassen. Doch scheinbar hatte sich diese Information auf dem Weg in meine Studiakte … hmmm … verloren … naja, also gilt es, die Karte im GIS-Programm an den Rechnern in der Geographie zu öffnen, als Bitmap zu exportieren und zu Hause bei mir auszudrucken.

So weit, so einfach. Zum Öffnen der Karte wird ein Rechneraccount benötigt. Damals hatte ich einen Projektaccount, der war allerdings abgelaufen. Auf der Suche nach einem neuen, bin ich auf der “Brücke” des “Enterprise-Supportes” des Fachbereiches Geographie aufgelaufen (das heißt wirklich so!). In der Geographie wurden jedoch 2004 die Accounts der Nebenfächler auf uniweite, fachbereichsüberspannende RRZ-Accounts umgestellt (Regionales RechenZentrum). So einen hatte ich damals, 1999, mal beantragt, nie genutzt und seitdem brachliegen lassen. Leider, leider, leider wurde der Account jedoch bis heute brav verlängert. So hieß es vom Spok Admin, dass ich diesen RRZ-Account nutzen sollte. Einen neuen könnte er mir nicht ausstellen, so lange dieser aktiv sei. Also: Account löschen oder brutforce Benutzernamen & Passwort suchen – denn die hatte ich nicht mehr.

Zwei Stunden später hatte ich sowohl Benutzernamen als auch Passwort beisammen. Super! Damit bin ich heute zurück zur “Brücke” und wollte mich einloggen. Ging nicht. Mit Spok dem Admin zusammen habe ich probiert und was weiß ich … ging nicht. Ich war anscheinend nicht in der richtigen Benutzergruppe. Also hat mich Captain Kirk der Ober-Admin zur Informatik geschickt. Da könnte ich in die richtige Benutzergruppe gepackt werden.

Also ich nach Stellingen geheizt (30 Minuten), wo es kaum überraschend hieß, dass das doch das RRZ macht. Das wäre ja schließlich auch ein RRZ-Account. Hmmm … stimmt. “Aber wieso hat dann ….?” Auf jeden Fall: Da könnte man nix machen. Also zurück in die Bahn in 40 Minuten zum RRZ in die Schlüterstraße.

Dort fühlte ich ein wenig an Asterix erinnert: Unten in die Benutzerberatung rein, Schulterzucken. Hoch zur Admin-Frau ins 2. OG. Erleuchtung! Ich hatte keinen Novell-Zugang, also wieder runter zur Benutzerberatung. “Wie kein Novell-Zugang?” Schulterzucken und hoch ins 3.OG zum Novell-Admin. Der ein wenig grummelig: hmmm … hmmm … biddeschön, geht ab morgen! Wow! Da wurde ich geholfen. Morgen kann ich endlich meine Karte drucken … vielleicht. Mein Abschluss nähert sich dem Ende …

P.S.: Und da soll einer nochmal sagen, wir Informatiker sind Nerds. Die wahren Exemplare verstecken sich bei den Geographen!