Am Sonntag war es endlich soweit: Nach Verschieben des Konzerttermins vom November in den Juni kam Ben Folds letzten Sonntag endlich nach Köln. Das Konzert fand in der Live Music Hall statt, eigentlich eine nette Location, wenn es nicht so heiß gewesen wäre. Ohne Lüftung haben wir fast vier Stunden vor uns hingeschwitzt .. war nicht so toll.
Doch zum Konzert: Die Vorband “Clem Snide” war genial! Ein Mensch, den man sich unbedingt merken sollte. Im feinen Zwirn und Akustikguitarre hat er bei Robotermoves bewiesen, dass er einen Schaden hat .. aber einen sympatischen :-)
Ben kam kurz danach auf die Bühne und wurde von Schlagzeuger und Bassist unterstützt. Im November hieß es noch “Ben Folds & a piano”, zum neuen Album passte dieses Setup aber besser. Was soll ich sagen, er hat fast alles gespielt: “Jesusland”, “Rockin’ The Suburbs”, “Not The Same” und “Army” (mit Publikumschor!). Der Höhepunkt war allerdings das Dr. Dre Cover “Bitches Ain’t Shit”. Ben hat sich zu seichter Klaviermusik über “Hoes”, “Bitches” und verdammt viel “Fuck” ausgelassen.
Das Beste ist aber, dass Michael die Show aufgenommen hat und die gibt es hier. Viel Spass!
Passenderweise wurde Olli von Bernd Begemann himself angekündigt und hat fast zwei Stunden lang ein spektakuläres Set gespielt (ich überschlage mich hier mit Superlativen). Mit dem Hund Marie und kompletter Band im Hintergrund hatte der Abend nur noch wenig vom Singer- Songwriter- Akustikklampfen- Charme. Dafür gab es wenig Möglichkeiten stillzustehen, denn mit Bass- und Schlagzeugverstärkung rockt sowohl altes als auch neues Material ziemlich.
Endlich! Ich halte das neue Album von Kevin Devine, “Split The Country, Split The Streets” in den Händen. Große Erwartungen hatte ich an den Nachfolger meines Albums des letzten Jahres “Make The Clocks Move” gesetzt, die auch nicht enttäuscht wurden.